Ferio
Sicherheit

Was wir tun, damit Kinder nicht sichtbar werden

Ferio ist für Eltern gebaut. Kinder werden nie angezeigt, nie gesucht, nie gelistet. Hier steht, wie das technisch und organisatorisch abgesichert ist.

Transparenz

Was heute gilt und was in Vorbereitung ist

Wir kennzeichnen ausdrücklich, welche Schutzmaßnahmen aktuell aktiv sind und welche noch nicht. Nur die folgenden Punkte sind heute wirksam.

Heute aktiv

  • Zahlung mit namensgleicher Karte über Paddle
  • Ein Konto pro Person und Gerät
  • Meldefunktion und sofortige Sperre bei Kindeswohlgefährdung
  • Keine Kinderprofile, keine Personensuche, keine Live-Standorte

In Vorbereitung

  • Ausweis- und Liveness-Prüfung durch einen externen Prüfdienst

Noch nicht aktiv. Bis zum Start behaupten wir keine Ausweisprüfung.

So meldest du

Schritt-für-Schritt-Meldefluss

Was als Nächstes passiert, wenn du etwas meldest

1. Meldung senden

Tippe auf das 🚩-Symbol in der Aktivität, im Chat oder im Profil. Schreibe kurz, was dir auffällt — auch Unsicherheiten sind willkommen. Du bleibst anonym.

2. Sofortige Prüfung & Sperre

Meldungen zu Kindeswohlgefährdung werden vorrangig geprüft, in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Bei konkretem Verdacht sperren wir das Konto unverzüglich und sichern die relevanten Daten. Ferio ist nicht rund um die Uhr besetzt – bei akuter Gefahr immer zuerst 112 anrufen.

3. Rückmeldung & Eskalation

Du erhältst eine Rückmeldung, sobald der Fall bearbeitet wurde. Bei Straftatsverdacht erstatten wir Anzeige bei den zuständigen Strafverfolgungsbehörden.

Bei akuter Gefahr: 112

Ferio ersetzt keine Polizei oder Rettungsdienste. Bei akuter Gefahr für dich oder ein Kind rufe zuerst den europäischen Notruf 112 an.

Kontosperre & Daten bei Verdacht

Was wir sperren, was wir speichern und was wir löschen

Bei Kindeswohlgefährdung greifen wir sofort ein. Hier ist transparent, was dann passiert.

Wann ein Konto gesperrt wird

Eine Sperre erfolgt, wenn eine Meldung auf Kindeswohlgefährdung hindeutet und der Verdacht nach ersten Prüfungen konkret bleibt. Das kann ein unangemessener Kontaktversuch, das Teilen von Kinderfotos, Grooming-Sprache im Chat oder eine Anzeige bei den Behörden sein. Bereits vor der endgültigen Prüfung kann das Konto vorläufig gesperrt werden, um weitere Gefahren zu vermeiden.

Wie die Sperre erfolgt

Die Sperre wird sofort technisch umgesetzt: Das betroffene Konto kann sich nicht mehr anmelden, keine Aktivitäten sehen, keine Chats öffnen und keine Familien kontaktieren. Andere Nutzer:innen sehen das Profil und die Aktivitäten nicht mehr. Die Sperre wird protokolliert und ist nur für das Moderationsteam einsehbar.

Was wir speichern

Für die Prüfung und mögliche Übergabe an Behörden sichern wir: den Meldeverlauf, die betroffenen Nachrichten oder Aktivitäten, den Zeitpunkt der Meldung, die technischen Logdaten (z. B. IP-Zeitstempel) und die Zahlungsdaten, soweit sie zur Identifizierung nötig sind. Diese Daten werden verschlüsselt und nur für die Dauer der Prüfung sowie etwaiger Strafverfahren aufbewahrt.

Was wir löschen

Wir löschen keine Beweise, solange eine Prüfung oder ein Verfahren läuft. Nach Abschluss des Falls werden Profilinformationen, Fotos, Aktivitäten und Chatverläufe des gesperrten Kontos endgültig gelöscht. Kontaktdaten, Zahlungsinformationen oder Identitätsnachweise, die wir aus rechtlicher Pflicht länger aufbewahren müssen, werden von der App isoliert und nicht wieder freigeschaltet.

Wie lange Daten gespeichert bleiben

Sobald keine rechtliche Verpflichtung mehr besteht, werden gesperrte Konten und alle zugehörigen Inhalte endgültig gelöscht. Das ist in der Regel nach Ablauf der Verjährungsfristen oder nach Abschluss des Strafverfahrens der Fall. Ein dauerhaftes Archiv für gesperrte Konten gibt es nicht.

Aufbewahrungs- und Löschfristen

Diese Übersicht wird automatisch aus den technischen Löschfristen erzeugt und in deiner Sprache erklärt.

Aufbewahrungs- und Löschfristen
DatenkategorieAufbewahrung / LöschfristGrundlage
Elternprofil, Reisezeitraum, Interessen, Altersbänder der Kinder (ohne Namen/Fotos)Reiseende + 3 Tage Karenz, dann endgültige LöschungArt. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertrag), Datenminimierung Art. 5 DSGVO
Aktivitäten und TeilnahmenReiseende + 3 TageArt. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO
Chat-Inhalte innerhalb einer gemeinsamen Aktivität3 Tage nach Ende der AktivitätArt. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO
Standortbereiche, gerastert auf 700 m (keine exakte Position)Reiseende + 3 TageArt. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung), Rasterung vor dem Speichern
Meldeverlauf, Prüfergebnisse und Sperrentscheidungen6 MonateArt. 6 Abs. 1 lit. c/f DSGVO, Art. 16/17 DSA (Nachweis gegenüber Behörden)
Beschwerden gegen Moderationsentscheidungen6 MonateArt. 20 DSA
Technische Logs, Geräte- und Sitzungsdaten (Sicherheit, Missbrauchserkennung)bis zu 30 Tage, danach automatisch gelöschtArt. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (IT-Sicherheit)
Rechnungs- und Zahlungsbelege10 Jahre§ 147 AO, § 257 HGB (gesetzliche Aufbewahrungspflicht)

Löschjob "retention-daily", täglich 03:00 UTC, endgültige Löschung ohne Papierkorb und ohne Archivkopie.

Diese Übersicht wird automatisch aus den technischen Löschfristen erzeugt und in deiner Sprache erklärt.

Aktivitäten statt Profilsuche

Ferio hat keine Personensuche und keine Familienliste. Der Feed enthält ausschließlich Aktivitäten. Wer jemand Bestimmtes suchen will, findet in dieser App keine Funktion dafür. Diese Architektur ist der wichtigste Schutz: Ohne durchsuchbare Menschen gibt es kein Zielgruppen-Screening.

Kinder existieren nicht als Profil

Keine Namen, keine Fotos, keine Geburtstage, keine Avatare. Ein Kind erscheint ausschließlich als Altersband und Interessen — „Kind 1 · 7–9 Jahre · Fußball, Schwimmen“. Es gibt nichts, was man sammeln, wiedererkennen oder weiterverbreiten könnte.

Geschlossene Kreise über Unterkunfts-Code

Campingplätze, Ferienparks und Gastgeber vergeben einen Code. Wer den Code eingibt, sieht nur den Kreis dieser Anlage. Das reduziert die Gruppe auf Menschen, die ohnehin physisch am selben Ort sind und dort registriert übernachten.

Ausweis- und Liveness-Prüfung (in Vorbereitung)

Heute gilt: ein Konto pro Person und Gerät, der Beitrag wird mit einer namensgleichen Karte über Paddle bezahlt. Eine Ausweis- und Liveness-Prüfung durch einen externen Prüfdienst ist in Vorbereitung und noch nicht aktiv — wir behaupten sie bis dahin nicht.

Beitrag mit namensgleicher Karte

Der Monatsbeitrag von 4,90 € ist kein Sicherheitsversprechen. Er verhindert Fake-Konten und macht jedes Konto eindeutig zuordenbar: Der Name auf der Zahlungskarte muss mit dem Ausweis übereinstimmen.

Ratenlimits gegen Massenkontakt

Die Zahl der Kontaktanfragen pro Woche ist begrenzt und sichtbar. Systematisches Anschreiben vieler Familien ist damit technisch nicht möglich, und auffällige Muster fallen sofort auf.

Chat nur nach gemeinsamer Aktivität

Es gibt keinen offenen Nachrichtenkanal. Ein Chat öffnet sich erst, wenn beide Familien derselben Aktivität zugesagt haben. Nachrichten laufen ausschließlich in der App und werden automatisiert auf Grooming-Muster geprüft: Kontaktverlagerung, Geheimhaltungsbitten, Geschenkangebote, Nachfragen zu Kindern.

Spontan-Modus: optional, ohne Personensuche

Der Premium-Spontan-Modus zeigt offene Treffpunkte im Umkreis, wenn ihr unterwegs seid — niemals Familien oder Kinder. Der grobe Standort gilt nur für die laufende Sitzung, wird nicht gespeichert und ist standardmäßig aus. Gefiltert wird nach Interesse, Sprache und Altersband; einen Filter nach Geschlecht, Herkunft oder Religion gibt es bewusst nicht, weil Kinder keine Suchkriterien sind.

Treffcode, Vertrauensperson und Notruf

Jeder Termin bekommt einen achtstelligen Treffcode, den beide Familien vor Ort abgleichen — ähnlich wie bei Fahrdiensten. Eine frei gewählte Vertrauensperson kann Ort, Zeit und Code erhalten und wird nach dem Treffen automatisch benachrichtigt. Bleibt die Rückmeldung aus, erinnert Ferio. In Notfällen gilt in der EU die 112; Ferio ersetzt keine Polizei, sondern führt direkt dorthin.

Moderation durch die Betreiberin

Ferio wird von der Betreiberin selbst moderiert — es gibt kein Team und keine Besetzung rund um die Uhr. Meldungen sind auf jeder Aktivität, in jedem Chat und in jedem Profil mit einem Klick möglich. Kinderschutz-Meldungen werden vorrangig bearbeitet, in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Bei akuter Gefahr gilt immer zuerst der Notruf 112.

Melden und Anzeige bei Behörden

Bei Verdacht auf strafbares Verhalten sperren wir das Konto sofort, sichern die Daten und erstatten Anzeige bei den zuständigen Strafverfolgungsbehörden bzw. beantworten deren Auskunftsersuchen. Ferio ist keine Behörde und keine offizielle Partnerorganisation von Behörden.

Automatische Löschung nach der Abreise

Profile sind nur im eingetragenen Reisezeitraum sichtbar und werden danach automatisch gelöscht. Kein Archiv, keine dauerhafte Präsenz, keine Historie, die jemand durchgehen kann.

Keine Indexierung im Web

Inhalte von Ferio sind nicht öffentlich abrufbar und werden nicht von Suchmaschinen indexiert. Es gibt keine öffentlichen Profil-Links.

Externe Prüfung: in Vorbereitung

Ein externes Sicherheitsaudit sowie eine Zusammenarbeit mit einer Kinderschutzorganisation sind geplant, aber heute noch nicht umgesetzt. Es besteht derzeit keine Zertifizierung und keine Partnerschaft, auf die sich Ferio berufen könnte — wir sagen das lieber offen, als etwas zu behaupten.

Was Ferio NICHT kann

Wir wollen ehrlich sein: Kein Verfahren erkennt jeden. Eine Ausweisprüfung stellt fest, wer jemand ist — nicht, was jemand vorhat. Menschen ohne Vorstrafen und ohne Auffälligkeit bestehen jede Verifizierung.

Wir können nicht kontrollieren, was außerhalb der App passiert. Sobald sich Familien persönlich treffen oder Telefonnummern tauschen, endet unsere Sichtbarkeit und damit unsere Schutzwirkung.

Automatische Mustererkennung im Chat erzeugt Fehlalarme und übersieht Fälle. Moderation ist gut, aber nicht allwissend.

Ein Restrisiko bleibt. Ferio reduziert Angriffsflächen — es beseitigt sie nicht. Verantwortung für das eigene Kind bleibt bei den Eltern: öffentliche Orte, ein Erwachsener immer dabei, und melden, was sich falsch anfühlt.

Verifikation & Meldewege

Verifikation in Stufen

Stufe 1 · nicht verifiziert

Stufe 1 · E-Mail-Bestätigung

Pflicht. Ohne bestätigte E-Mail gibt es kein Konto.

bestätigt

Stufe 2 · Telefonnummer per SMS-Code

Pflicht vor der ersten Kontaktanfrage. Das Badge „verifiziert“ gibt es erst ab Stufe 2.

Prototyp: Der SMS-Versand ist simuliert. Jeder sechsstellige Code wird akzeptiert.

Verdacht auf Kindeswohlgefährdung melden

Etwas gesehen, das nicht in Ordnung ist? Melden geht mit zwei Tippern – hier oder direkt an jedem Profil, jeder Aktivität und jeder Nachricht.

1Schicke eine E-Mail an kinderschutz@ferio.family. Wir prüfen den Fall innerhalb weniger Stunden und ergreifen ggf. sofortige Maßnahmen.

112Bei akuter Gefahr oder einem laufenden Notfall: Rufe zuerst den europäischen Notruf 112 an. Ferio ersetzt keine Polizei oder Rettungsdienste.

Meldungen an Kinderschutz werden priorisiert: Sie werden vor allen anderen Anfragen bearbeitet, direkt an das Kinderschutz-Team geleitet und bei konkretem Verdacht führt die Prüfung zur sofortigen Sperre.

Weitere Kontaktoptionen

Meldeformular (empfohlen)

Strukturiert, mit Vorgangsnummer und Statusverfolgung — schnellster Weg zur Prüfung.

Kinderschutz per E-Mail

kinderschutz@ferio.family — priorisiert, Antwort in wenigen Stunden.

In-App melden

Melde-Button an jedem Profil, jeder Aktivität und jeder Nachricht — landet in derselben priorisierten Warteschlange.

Akute Gefahr: 112

Zuerst 112 anrufen, danach bei uns melden.

Allgemeine Fragen: info@ferio.family · Abo & Rechnungen: support@ferio.family